
Interventionelle Schmerzmedizin
Interventionelle Schmerzmedizin gilt nicht ohne Grund als ein unverzichtbarer Baustein im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie. Dies aus unterschiedlichsten Gründen:


- Perorale Medikamente (also Medikamente, die eingenommen werden müssen) haben oft ein nicht unerhebliches Nebenwirkungsprofil (je nach Substanz Schädigungspotenzial betreffend unter anderem Niere, Leber, Magen). Dies macht die Medikamente in der Kurzzeitanwendung (z.B. im Rahmen von Operationen oder Unfällen) vertretbar (und oft unverzichtbar). Je weiter sich die Anwendung in den chronischen Bereich verschiebt, umso grösser ist das potentielle Gefahrenpotenzial. Hierbei kann keine Substanz als gänzlich unproblematisch angesehen werden. Zur Vermeidung von Spätschäden bei oftmals zusätzlich eingeschränkter Organkapazität (z.B. altersbedingt) versuchen wir langfristig gesehen besser verträgliche Alternativen zu finden.
- Nahezu alle Regionen des menschlichen Körpers sind mit modernen Verfahren (Sonografie, Röntgen, Computertomografie) aufsuchbar und (entsprechende Erfahrung vorausgesetzt) mit oft vertretbarem Risiko interventionell behandelbar.
- Mit Neuromodulationen gibt es für nahezu alle Nerven und für viele Gelenke, sowie weitere Strukturen wie z.B. Schleimbeutel oder Faszienanteile gute Optionen ohne Medikamente eine kurz bis mittelfristige (teils mehr als 6 Monate lange) Verbesserung der Schmerzsituation zu erreichen. Gerne informieren wir sie in unserer Sprechstunde über die Möglichkeiten.
- Mit Kortisonpräparaten kann in gut begründeten Fällen ein Inflammationszustand (“Reizzustand”/ “Entzündung”) zielgerichtet kurz bis mittelfristig behoben und hierüber eine Verbesserung erzielt werden. Moderne Verfahren wie Ultraschall und MRT können helfen, solche Zustände sauber zu diagnostizieren.
- Intravenöse Therapieoptionen (z.B. mit Lidocain oder Ketamin) können u.a. helfen eine zentrale Sensibilisierung (Überempfindlichkeit bei Schmerzzuständen) zu verbessern. Hierbei werden Medikamente über die Vene verabreicht. Aus Gründen des Komforts (Stiche am Unterarm werden in der Regel als deutlich weniger schmerzhaft empfunden) und der Sicherheit (um Begleitstrukturen wie etwa Nerven nicht zu verletzen) legen wir den venösen Zugang in der Regel unter Ultraschallkontrolle ein. Dies ist in fast allen Fällen auch bei sehr übergewichtigen Patientinnen und Patienten problemlos möglich. Unser Personal ist in dieser Technik entsprechend ausgebildet und hat ein hohes Level der Umsetzung erreicht. Für die Zeit der Infusion ist immer ein Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin bei Bedarf verfügbar.
Paincontrol –
Innovative Schmerzmedizin
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